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Dr. med. Eva-Maria Schneider

Fachärztin für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren und Sportmedizin

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Ernährungsberatung

Ernährung ist der Schlüssel zur Gesundheit.
Mit den wichtigsten Lebensmitteln geben wir dem Körper die Bausteine an die Hand, die er braucht, um leistungsfähig, fit und gesund zu bleiben.

Grundsätzlich sollte unsere Kost naturbelassen und hochwertig sein, wobei heimischen Produkten je nach Jahreszeit der Vorzug gegeben werden sollte. Fertigspeisen sind nur als Notlösung akzeptabel, chemisch veränderte und haltbar gemachte Produkte wie Auszugsmehl (weißes Mehl) und Zucker sollten nur selten genossen werden.

Allgemein günstig wirkt sich eine basische Ernährungsform aus. Basische Lebensmittel sind Obst, Gemüse, Salate und  - als einziges Getreide -der Dinkel.

Säurelieferanten sind dagegen alle Süßigkeiten, Getreide (außer Dinkel), Fleisch- und Wurstwaren, Fisch, Eier, Milchprodukte, Alkohol und Kaffee. Fleisch sollte höchstens 1-2 Mal pro Woche gegessen werden. Fette und Nüsse sind neutral, wobei den hochwertigen, kalt gepressten Pflanzenölen gegenüber den Fetten tierischen Ursprungs der Vorzug gegeben werden sollte.

Ernährungsempfehlung für gesunde Menschen:

  • 2/3 basische Lebensmittel (Obst, Gemüse. Salat, Dinkel), 1/3 saure Lebensmittel (Fisch, Fleisch, Milchprodukte, Getreide)

  • vollwertig, naturbelassen, keine Konservenkost

  • maßvoller Umgang mit Salz, Süßigkeiten, Alkohol, Kaffee, Fett

  • auf natürliches Sättigungsgefühl achten

  • mindestens 2 l täglich trinken

Ernährungsempfehlung bei Allergien:

Topallergene wie Kuhmilchprodukte, Weizen, Eier, Nüsse, Zitrusfrüchte und Kiwi, sowie alle Fertigprodukte müssen gemieden werden.

Für Allergiker gut verträgliche Lebensmittel:

  • Gemüse: Artischocken, Auberginen, Avocado, Blumenkohl, Bohnen, Brokkoli, Karotten, Kartoffeln, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi, Lauch, Mais, Rosenkohl, Schwarzwurzeln, Sojasprossen, Spargel, Spinat, Zucchini

  • Salat: Chicoree, Chinakohl, Eissalat, Endivien, Feldsalat, Gurke, Kopfsalat, Radieschen, Radicchio, Rucola

  • Getreide: Amaranth, Buchweizen, Quinoa (Körnerfrucht aus Südamerika), Gerste, Dinkel, Grünkern, Hafer, Hirse, Roggen

  • Teigwaren: Dinkelnudeln ohne Ei

  • Milchprodukte, Eier: Ziegenmilch, Ziegenkäse, Schafsmilch, Schafskäse, Schafsjoghurt, Stutenmilch, Sojamilch (nicht täglich, da Sensibilisierung möglich), Wachtelei

  • Fleisch, Fisch: Geflügel, Kalbfleisch, Rindfleisch, Putenschinken, Fisch (individuelle Allergien beachten!)

  • Nüsse, Samen: Cashewkerne

  • Öle, Fette: Sonnenblumenöl, Distelöl, Olivenöl

  • Butterersatz: Alsan, Margarine ohne Milcheiweiß (Becel)

  • Getränke: Mineralwasser, Kräutertee, schwarzer und grüner Tee, Kaffee (in Maßen!)

  • Brotaufstriche: Kräuteraufstriche aus dem Reformhaus (Vorsicht Konservierungsstoffe!)

  • Süßigkeiten, Knabbergebäck: Reiswaffeln, zuckerfreie Dinkelplätzchen

  • Gewürze: Obstessig, Salz, Pfeffer

     

Für Allergiker problematische Lebensmittel:

  • Gemüse: Paprika, Peperoni, Sauerkraut, Sellerie, Tomaten (roh), Zwiebeln, Erbsen

  • Salat: Tomaten, Zwiebeln

  • Obst: Aprikosen, Pfirsiche, Nektarinen, Orangen, Mandarinen, Rhabarber, Kiwi, Sanddorn, Trauben (bereits kleine Mengen, da hoher Fruchtzuckergehalt), Trockenobst (bereits kleine Mengen, da hoher Fruchtzuckergehalt), Erdbeeren, Obstsäfte (auch verdünnt, da hoher Fruchtzuckergehalt)

  • Getreide, Brot: Weizen

  • Teigwaren: alle Teigwaren aus Weizengrieß oder mit Hühnerei

  • Milchprodukte, Eier: Kuhmilch und alle Kuhmilchprodukte wie Butter, Sahne, Käse, Joghurt, Quark, Dickmilch, Buttermilch, Molke, außerdem Hühnerei und Sojamilch

  • Fleisch, Fisch: Schweinefleisch, Innereien, alle Wurstsorten (da jede Wurst Schweinefleisch enthält), Fisch und Schalentiere (individuelle Unverträglichkeit)

  • Nüsse, Samen: Haselnüsse, Walnüsse, Erdnüsse, Kürbiskerne

  • Öle, Fette: Weizenkeimöl, Walnußöl, Haselnußöl, Butter, Schmalz

  • Getränke: Alkohol, rote Früchtetees (Malve, Hibiskus, Hagebutte), konservierte Fruchtsäfte

  • Brotaufstriche: Marmelade (hoher Zuckergehalt), Honig, Nußaufstrich, Schokoladenaufstrich

  • Süßigkeiten, Knabbergebäck: Schokolade, Bonbons, Kuchen, Schokoriegel, Chips, Salzstangen

  • Gewürze, Kräuter: Senf, Ketchup, Curry, Glutamat, Schnittlauch


Ernährung bei Osteoporose:

1. günstige Lebensmittel:

  • calciumreich, basisch: Gemüse, Obst, Salate, Vollkorn, Vollkornreis, Sesam, (saure Milchprodukte, Käse)

  • essentielle Aminosäuren: mageres Fleisch, Sojaeiweiß, saure Milchprodukte

  • fluorreich: Fisch, Vollkorn, Soja, Nüsse, schwarzer Tee

  • Vitamin D-reich: Seefisch, Kalbfleisch, Olivenöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl (ungesättigte Fettsäuren)
     

2. ungünstige Lebensmittel:

  • phosphorreiche Kost: Cola - Getränke, Konserven, Fertiggerichte, Wurstwaren, Pudding, Soßen, Schokolade, Speiseeis, Schmelzkäse

  • oxalsäurehaltige Kost: Schokolade, Kakao, Rhabarber, Spinat, Mangold, rote Beete, Nüsse

  • Zucker, Weißmehl

  • Genussgifte (Alkohol, Kaffee, Nikotin, Kochsalz)


Ernährungsempfehlung bei rheumatischen Erkrankungen:

  • vegetarische Ernährung, d.h. kein Fleisch, kein Fisch, keine Milchprodukte

  • 90 % basische Ernährung

  • Meiden Sie Alkohol und Süßigkeiten

  • Verwenden Sie hochwertige, kalt gepresste Pflanzenöle (diese enthalten entzündungshemmende Gamma-Linolen-Säure)

  • Essen Sie viel frisches Obst

  • Trinken Sie täglich mindestens 2 l Wasser oder Tee.